Museumsbibliothek 

Die Bibliothek des Stadtmuseums Berlin entstand 1874 mit der Gründung des Märkischen Provinzial Museums als Sammlungs- und Arbeitsbibliothek. Sie ist Präsenzbibliothek – nach Anmeldung – aber auch für auswärtige Besucher nutzbar. Ausleihen erfolgen jedoch ausschließlich an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Stadtmuseums Berlin.

In den Anfangsjahren wurden ihre Bestände vorwiegend durch Schenkungen erweitert. Erst mit der Zuweisung eines eigenen Etats ab 1884 war es möglich, gezielt eine Sammlung Berlin-Brandenburgischer Literatur aufzubauen, die seit 1908 bibliothekarisch betreut wird. Bis zum Jahre 1939 wuchs ihr Bestand auf rund 14.000 Bände an. Die erheblichen Kriegsverluste konnten durch intensive Sammlungstätigkeit in den Nachkriegsjahrzehnten ausgeglichen werden, so dass der Bestand 1987 über 28.000 Bände umfasste.

Der Mauerfall 1989 und die nachfolgende Entwicklung führten 1995 zur Gründung der Stiftung Stadtmuseum Berlin, die unter anderem Märkisches Museum und Berlin Museum vereinigte. Dadurch sowie durch die Übernahme von Spezialsammlungen aus anderen Museumsbereichen wuchsen die Bestände der Museumsbibliothek auf heute ca. 112.000 Bände (Stand: Sept. 2010). Entsprechend ihrer Aufgabe, vorrangig die Museumsarbeit zu unterstützen, zeichnet sie sich durch intensive Erschließung der Fachliteratur unter museumsspezifischen Gesichtspunkten aus (inklusive Zeitschriften mit ca. 17.000 Artikeln).

Der gesamte Bestand ist in der Bibliotheksdatenbank erfasst und inhaltlich über Schlagworte (mit einem * versehen) erschlossen. Sie ist online nutzbar und in folgende Verbünde integriert: Die Sammelschwerpunkte liegen im Bereich der Geschichte und Kultur Berlins, in Ausnahmen auch der Mark Brandenburg. Darüber hinaus orientiert sich die Erwerbung der Literatur an allen Sammelgebieten und Abteilungen des Museums, wie z. B. Malerei, Grafik, Kunsthandwerk, Restaurierung, Vor- und Frühgeschichte, Theater, Literatur usw.

Zum Bestand gehören einige außerordentliche Sondersammlungen: